Kreisfeuerwehrverband Gießen mit Leiter der Feuerwehren und der Brandschutzaufsicht zur Klausur in Bonn

Der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen e.V. (KFV) und der Landkreis Gießen haben am letzten Oktoberwochenende die Leiter der Feuerwehren sowie die Brandschutzaufsicht zur Klausurtagung nach Bonn eingeladen. Neben Besichtigungen standen eine Reihe von Vorträgen und interaktiven Arbeitsrunden auf dem Programm. Ziel war es, wie bei jeder Klausurtagung des Verbandes, mit konkreten Lösungen und Arbeitsaufträgen zurückzukehren.

Über 30 Feuerwehrleute machten sich gemeinsam auf den Weg nach Bonn, um dort an drei Tagen über wichtige Feuerwehr- und Verbandsthemen zu sprechen sowie Ideen und gemeinsame Lösungen zu finden. Den ersten Stopp legten sie in der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler ein. Das AKNZ ist die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung des Bundes im Bevölkerungsschutz. Der pädagogische Leiter der Akademie, Dieter Franke, trug in einem anschaulichen Vortrag die aktuellen Strukturen und Entwicklungen im Bevölkerungsschutz, Zivilschutz und im Katastrophenschutz vor. Im Anschluss referierte Udo Dupp von der Deutschen Telekom über das Notfall- und Krisenmanagement der Telekom, wenn die Telekommunikationsstrukturen, beispielsweise bei Hochwasser, ausfallen.

In einen arbeitsreichen zweiten Klausurtag leitete Stefan Becker (Schriftführer und Leiter der Geschäftsstelle des KFV) mit einem Impulsvortrag ein. Dabei beleuchtete er die Herausforderungen für die Feuerwehren, die durch sogenannte „neue Einsatzlagen“, wie beispielsweise Alarmierung bei Amokläufen, Terroranschlägen und Suizidversuchen, entstehen. Ole Schwarzkopf, Baufachberater für den Landkreis Gießen erläuterte das neue Einsatzkonzept des Landkreises für Tiefbauunfälle und stellte Einsatztaktiken bei einsturzgefährdeten Gebäuden vor.

Bis hierhin zeigte sich, dass vier zentrale Themen der weiteren Bearbeitung bedürfen. In Gruppen wurden die Themen Kommunikation, Digitalisierung, KFV-Zukunftswerkstatt und Stärkung des Ehrenamts diskutiert und konkrete Lösungsvorschläge gebracht. Anschließend stand ein gemeinsamer Besuch mit Führung im Haus der Geschichte an.

Der letzte Tag wurde genutzt, um Arbeitsgruppen mit konkreten Arbeitsaufträgen zu gründen. So steht beispielsweise die Planung des 75. Jubiläumsjahres des KFV 2021 an. Es gab ein einstimmiges Votum dafür, den Kreisfeuerwehrtag 2021 in Laubach im Ausschusszelt im Rahmen einer Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Laubach, die 2021 ihr 100. Jubiläum feiert, durchzuführen. Darüber hinaus waren sich die Delegierten einig, dass die in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten zehn Leitsterne, die für eine moderne Führungskultur in den Feuerwehren stehen, in die breite Öffentlichkeit getragen werden. Dazu wird eine innovative Social-Media Kampagne konzipiert, die insbesondere junge Menschen und neue Feuerwehrinteressierte ansprechen soll. „Unser Ziel ist es, mit dieser Kampagne neue Jugendliche und Erwachsene anzusprechen, die bislang noch nicht in den Einsatz-, Jugend- oder Musikabteilungen aktiv sind“, erklärte Kreisjugendwart Kai Hilberg.

Kreisbrandinspektor Mario Binsch berichtete über die aktuellen Themen der Brandschutzaufsicht, wie beispielsweise die Ausbildung der Einsatzkräfte auf Kreisebene und die Anschaffung neuer Gerätschaften.

„Ich danke allen für die Teilnahme und für das Engagement. Wir haben viel geschafft und wichtige Themen auf den Weg gebracht“, schloss Michael Klier (Vorsitzender des KFV) die Tagung.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.