„Kontrolle über den Kommandowagen, wenn es drauf ankommt“

Allendorfs Stadtbrandinspektor organisiert interkommunales Fahrsicherheitstraining

10.07.2020

Michael Carl, Stadtbrandinspektor in Allendorf (Lumda) organisiert bereits seit vielen Jahren ein jährliches Fahrsicherheitstraining für Löschfahrzeuge, an dem Fahrzeugführer der Freiwilligen Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis Gießen teilnehmen. „Dies bringt den Maschinisten mehr Sicherheit beim Fahren der Einsatzfahrzeuge im Rahmen der Ausbildung wie auch bei Einsatzfahrten, da die meisten Einsatzkräfte solche Fahrzeuge nur bei der Feuerwehr fahren und dementsprechend selten damit vertraut sind“, erklärte Michael Carl.

            Erstmals Fahrsicherheitstraining für Kommandowagen

In der vergangenen Woche waren zehn Führungskräfte der Feuerwehren mit ihren Kommandowagen zu einem Fahrsicherheitstraining beim ADAC Fahrsicherheitszentrum in Gründau. „Hintergrund der Idee war es, dass die Einsatzleiter zwar einerseits nahezu täglich mit den Fahrzeugen unterwegs sind, jedoch bei Einsatzfahrten, trotz aller Vorsicht, auch mal in brenzlige Situationen auf Landstraßen und Autobahnen mit höherem Tempo gelangen können. Es ist wichtig, dass wir die Kontrolle über den Kommandowagen haben, wenn es drauf ankommt“, so Michael Carl. Insgesamt nahmen zehn Führungskräfte der Feuerwehren im Landkreis teil. Dies waren namentlich Michael Carl (Allendorf), Heiko Schäfer (Werkfeuerwehr Bosch), Udo Träger (Hungen), Torsten Hansmann (Buseck), Bernd Schöps (Pohlheim), Roland Kraus (Heuchelheim), Marco Römer (Lich), Pierre Bittendorf (Wettenberg), Jörg Sprankel (Grünberg) und Ralph Bingmann (Landkreis Gießen).

            Vielseitige Trainingssituationen

Nach der Sicherheitseinweisung stand u.a. das Ausweichen in schwierigen Situationen, Notbremsungen auf glatter, nasser Fahrbahn und das Abfangen eines ausbrechenden Fahrzeugs auf dem Trainingsplan. Ziel war es, dass die Einsatzleiter der Feuerwehren üben, stets die Kontrolle über ihr Fahrzeug zu behalten.

            Positives Fazit

Michael Carl zog ein positives Fazit am Ende des Trainings: „Die Teilnehmer konnten allesamt ihr Fahrzeug im Detail noch besser kennenlernen und erlernten, wie in Gefahrensituationen gehandelt werden muss, bzw. wie sich das Fahrzeug verhält. Es war sehr wichtig mal die Funktionen der Sicherheitssysteme live zu erleben, dass kann man natürlich im Alltag so nicht testen.“

Michael Klier (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Gießen e.V.) dankte Michael Carl für sein Engagement in Sachen Fahrsicherheit für die Einsatz- und Führungskräfte im Landkreis Gießen. „Dass das Training nicht nur für eine Feuerwehr oder eine Kommune organisiert wird, sondern eine interkommunale Bedarfsabfrage erfolgt, halte ich für besonders wichtig. Die Leiter der Feuerwehren machen ihre vielfältigen Aufgaben ehrenamtlich, meist neben einem Vollzeitjob und Familie. Da ist es wichtig, dass wir mit den Zeitressourcen sorgfältig umgehen und uns im Landkreis gegenseitig unterstützen. So haben auch interkommunale Beschaffungsaktionen in der Vergangenheit Vorteile für die Feuerwehren gebracht, sowohl finanziell als auch im Hinblick auf die Zeitersparnis. Ich würde mir wünschen, dass wir interkommunale Projekte in Zukunft noch weiter ausbauen.“

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