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Neue „BuMa“ für Feuerwehren – Öffentlichkeitsarbeit als Zukunftsprozess begreifen

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Eingestellt von: KFV Redaktion
Eingestellt am: 28.09.2017

Neben retten, löschen, bergen, schützen als klassische Aufgaben der Feuerwehren rückt ein weiteres Aufgabenfeld immer mehr in den Vordergrund: Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die Verbreitung von Präventionsthemen, die Berichterstattung aus Einsätzen, die Warnung der Bevölkerung oder das Thema Mitgliedergewinnung sind hierfür nur einige Beispiele. Dass dies nicht nebenher geht und dass hierfür eigene Fachkräfte erforderlich sind, haben die meisten Feuerwehren in der Region längst erkannt. Nun wurden in einem weiteren 40stündigen Lehrgang, den der Kreisfeuerwehrverband Gießen in Grünberg ausgerichtet hat, weitere 13 neue „Fachberater Bevölkerungsinformation“ (BuMa) ausgebildet. Durchgeführt wurde die Ausbildung durch die FeuerwehrAgentur, die das Ausbildungskonzept des „BuMa“ 2008 entwickelt und seit dem bundesweit mehr als 1000 dieser Fachkräfte ausgebildet hat.

 

Für den Kreisfeuerwehrverband Gießen mehr als eine Herzensangelegenheit, wie der stellvertretende Vorsitzende Jens Richmann berichtet: „Außenkommunikation ist eindeutig eines der zentralen Zukunftsthemen, dass über Wohl und Wehe einer Feuerwehr entscheidet. Es ist wichtig, dass wir hier Kompetenzen in den Feuerwehren schaffen und auch den Blick aus den Augen unserer Zielgruppen nicht scheuen dürfen.“ So erklärt sich auch das breit gefächerte Ausbildungspensum, wie der Lehrgangsleiter Martin Lutz erläutert „Es geht um drei Dinge. Zuvorderst den Perspektivwechsel, Feuerwehr muss in ihrer Kommunikation lernen, die Perspektive der Zielgruppen einzunehmen. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Zum zweiten müssen die zukünftigen BuMa bestimmte Dinge selber können, zum Beispiel mediengerechtes Schreiben als absolute Kernkompetenz, zudem rechtssicheres Handeln und das Bespielen von Internet- oder Facebookseiten und die Bevölkerungsinformation aus dem Einsatzgeschehen heraus. Als drittes müssen die BuMa die Grundfunktionen von Marketingprozessen kennen – nicht „können“, aber beurteilen, welche Maßnahmen erforderlich sind und diese einschätzen.“ Auch für den Kreisbrandinspektor Mario Binsch ein sehr wichtiges Handlungsfeld „Mitgliedergewinnung und Herstellung von Transparenz der Feuerwehren gegenüber der Öffentlichkeit sind aus unserer Sicht wichtige Themen. Die professionelle, angemessene und rechtssichere Bevölkerungsinformation  durch Fachkräfte aus dem Einsatzgeschehen heraus ist mittlerweile etwas, auf das einsatztaktisch aus unserer Sicht gar nicht mehr verzichtet werden sollte.“

 

Die Teilnehmer an dem Lehrgang waren

  • Philipp Becker                  FW Biebertal - Bieber
  • Lukas Geitl                        FW Grünberg
  • Andreas Heinecke           FW Grünberg
  • Hans-Joachim Losert     FW Grünberg
  • Jörg Sprankel                   FW Grünberg
  • Stefan Preuß                    FW Grünberg - Queckborn
  • Daniel Raschke               FW Grünberg - Queckborn
  • Bjarne Bensel                  FW Langgöns
  • Yannick Bömeke              FW Langgöns
  • Daniel Burger                   FW Lich - Muschenheim
  • Kevin Lechner                  FW Staufenberg
  • Sven Walter                      Kreisjugendfeuerwehr
  • Martin Tasci-Lempe       Johanniter Unfallhilfe
  • Natalia Faye-Hall            DRK Kreisverband Marburg-Gießen
Foto der Lehrgangsteilnehmer
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